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1.6.2023 - Daniela Krause

Die Überseeinsel wächst weiter

Stadtentwicklung

In der Bremer Überseestadt entsteht ein Quartier der Zukunft. Die Überseeinsel soll ein Ort für alle Generationen werden, ein 15 Hektar großes Stadtviertel zum Arbeiten, Wohnen und Erholen im Entwicklungsgebiet zwischen Europahafen und Weser. Diese Vision wird immer greifbarer. Ein Überblick darüber, welche Projekte die Überseeinsel GmbH bereits verwirklicht hat und was sie auf dem ehemaligen Kellogg's-Areal noch plant.

Grundschule in der Überseestadt
In die Schule ist bereits Leben eingezogen. © Casper Sessler

Die Schule Überseestadt

Sie ist das erste Vorhaben der Überseeinsel: Die Schule Überseestadt hat im August 2020 ihren Betrieb aufgenommen und wächst nun bis 2025 zu einer dreizügigen integrativen Grundschule an. Als Standort für den Bereich Wahrnehmung und Entwicklung gibt es in jedem Jahrgang eine Inklusionsklasse, die durch pädagogische und pflegerische Fachkräfte (Klassenassistenzen und gegebenenfalls Drittkräfte) vom Martinsclub unterstützt wird. Die Schule verfügt unter anderem über eine Mensa, eine Bewegungshalle, einen Kunstraum, eine Bibliothek und ein Forschungslabor. Im Karussell auf dem Schulhof können auch Kinder im Rollstuhl ihre Runden drehen.

Visualisierung des umgebauten Reislagers
Das frühere Reislager wird der Lebensmittelpunkt der Überseeinsel. © Delugan Meissl Associated Architects

Das Kellogg-Pier

Der Umbau des einstigen Reislagers am Kellogg-Pier ist im Juli 2023 abgeschlossen. Das Erdgeschoss mit saisonalem und regionalem Lebensmitteleinzelhandel, Food-Ständen und Gastronomie sowie einer Brauerei bildet den Treff- und Lebensmittelpunkt der Überseeinsel.

Visualisierung des neuen Vitaminlagers
So soll das Vitaminlager aussehen. © Delugan Meissl Associated Architects

Das Vitaminlager wird im dritten Quartal 2023 vollendet sein. Im Erdgeschoss des Bürogebäudes eröffnet ein Café.

Visualisierung des Hotels John & Will
In den Röhren des alten Getreidesilos entstehen 120 Hotelzimmer. © Delugan Meissl Associated Architects

Gleich nebenan befindet sich das Hotel John & Will, dessen Fertigstellung im ersten Quartal 2024 geplant ist. Insgesamt 117 Hotelzimmer finden dann in den halben und ganzen Röhren des ehemaligen Getreidesilos Platz. Die Lobby ist Bar und Rezeption in einem. Im 11. Obergeschoss wird eine Eventlocation eingerichtet, zudem wird es eine Konferenz- und Meetingebene mit Blick auf die Weser geben. Fürs Freizeitvergnügen treffen sich die Leute im Winter auf der Eislaufbahn und im Sommer auf demselben Platz zum Inlinern.

Visualisierung des künftigen Stephanitor-Süd
Blick auf das künftige Stephanitor-Süd. © flooer für Felgendreher Olfs Koechling

Das Stephanitor

Es ist eines der ersten Quartiere, das auf der Überseeinsel entsteht: Gleichzeitig ist das Viertel zwischen der Straße Auf der Muggenburg, der Weser und der Gemüsewerft eines der vielfältigsten Projekte.

Bereits im Bau befindet sich das Gebäude Bora, welches das bereits bestehende Ensemble Luv und Lee ergänzt. Wenn es Mitte 2024 fertig ist, ziehen dort die Deutsche Windtechnik AG und eine Kita mit vier Gruppen ein.

Visualisierung des GRØN-Gebäudes
Die Fassadenbegrünung des GRØN wird nachhaltig bewässert. © Hilmes Lamprecht Architekten

Das GRØN bereichert ab 2025 mit seiner besonderen Fassadenbegrünung, einem Dachgarten und integriertem nachhaltigem Regenwasserspeicher die Gebäude-Landschaft der Überseeinsel. In 2026 werden die fünf Wohngebäude entlang der Weser sowie das Wohngewächshaus bezugsfertig sein.

Visualisierung der Stephanitorhöfe
Vielfalt ist das Leitthema der Stephanitorhöfe. © Philipp Obkircher für ROBERTNEUN™

Bis 2027 sind die Stephanitorhöfe mit einem fünfgliedrigen Gebäudekomplex und drei Innenhöfen fertiggestellt. Dort wird mit 200 Wohnungen Raum speziell für jüngere und ältere Menschen geschaffen. Drum herum siedeln sich unter anderem ein Gesundheitszentrum mit Fitnessstudio und Schwimmbad, Handwerksbetriebe, Kunstschaffende und Manufakturen an.

Visualisierung der Flakes Fabrik
Die Flakes Fabrik wird das Rückgrat der Kellogg-Höfe bilden. © SMAQ

Die Kellogg-Höfe

Die Flakes Fabrik bildet das Grundgerüst der Kellogg-Höfe. In ihren Räumen wird auch die Energiezentrale für die Überseeinsel untergebracht. In den oberen Etagen fließen in Lofts und Wohnungen Arbeit, Leben und Begegnung ineinander. Das Dach bietet Garten-, Spiel- und Sonnenflächen.

Visualisierung der Gebäude Maschinenhaus und Kesselhaus
Ansicht des Maschinenhauses und des Kesselhauses. © SMAQ

Im Maschinenhaus und Kesselhaus entstehen 25 Wohnungen mit Weserblick und Wintergarten. Das Kesselhaus ist über einen begehbaren Hängegarten mit der Flakes Fabrik verbunden. Alle genannten Projekte der Kellogg-Höfe sollen im Jahr 2027/28 abgeschlossen sein.

Visualisierung der Atelierterrassen
Viel Licht und Raum zum Arbeiten und Leben: die Atelierterrassen. © Philipp Obkircher für ROBERTNEUN™

Mit der Fertigstellung der Atelierterrassen ist im Anschluss zu rechnen. Ateliers sind hier ebenso verfügbar wie Raum zum Wohnen und Arbeiten. Das Dach ist als Spiel- und Erholungsfläche gedacht, aber auch für Urban Gardening.

Überragt wird das Ganze vom Werkturm mit nutzungsoffenen Flächen von der Ein-Zimmer-Wohnung, über Wohn-Lofts bis zum Großraumbüro. Drei gestaltete Freiflächen eröffnen Raum für Freizeit, Sport und Kultur.

Das Energiekonzept

Strom, Wärme und Kälte werden für das neue Quartier möglichst CO2-neutral gewonnen. Dafür nutzt man vorhandene Energiequellen wie bis zu 15 Kilometer entfernte Windkraftanlagen, die Kraft der Sonne und der Weser. Zum Konzept gehören außerdem ausgeklügelte Speichertechnologien, deren Umsetzbarkeit zunächst anhand der Quartiere Stephanitor und Kellogg-Pier geprüft werden soll. Übrigens: Auch das Schwimmbad und die Eislaufbahn sind Speicher. Die Energieversorgung auf der Überseeinsel soll somit nicht nur ökologisch optimal, sondern auch kostengünstiger sein als andere Optionen.

Das Mobilitätskonzept

Die Mobilität auf der Überseeinsel spielt sich überwiegend zu Fuß und per Rad ab. Klassische Autostraßen sieht das Konzept nicht vor, dafür E-Shuttles, Bike- und Carsharing, Lasten- und Leihräder sowie Zeitkarten für den ÖPNV. Das Ziel: Ein verkehrsarmes, sicheres Quartier, in dem sich alle wohlfühlen. Für Anwohnerinnen und Anwohner stehen sowohl Quartiersgaragen für Pkw als auch Fahrrad-Tiefgaragen zur Verfügung. 

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