25.1.2024 - Daniela Krause

Genuss erleben auf der Überseeinsel

Stadtentwicklung

Neue kulinarische Meile im ehemaligen Reislager

Nach der Brüning Group im Sommer 2023 zieht nun auch Leben ins Erdgeschoss der ehemaligen Reishalle auf dem Kellogg-Gelände ein. Das Högen Eck, das Zio Manu di Napoli und die Bremer Braumanufaktur schaffen dort gemeinsam ein neues Gastroerlebnis.

Das Bild zeigt einen Innenraum des Reislagers, eine moderne Gastronomie- und Markthalle. Im Vordergrund stehen hohe Stühle an einem langen Tresen. Dahinter befinden sich offene Regale mit Pflanzen sowie ein hell beleuchteter Essbereich mit Holzelementen. Die Atmosphäre wirkt warm, einladend und zeitgemäß.
Zu dem Zeitpunkt, als dieses Foto entstand, wurde dem Reislager gerade noch der letzte Schliff verpasst. © WFB/Eva-Christina Krause

Wer in der Überseestadt auf der Suche nach einem besonderen kulinarischen Angebot ist, wird seit Februar 2024 im alten Reislager der Flakes-Fabrik fündig. Unter den drei Büroetagen der Brüning Group, die im Sommer 2023 von Fischerhude auf die Überseeinsel übersiedelte, sind drei weitere Mieter eingezogen: das Restaurant Zio Manu di Napoli und die Bremer Braumanufaktur, die beide in unmittelbarer Nachbarschaft ansässig waren, sowie das Feinkostgeschäft Högen Eck, das seine Kundschaft zuvor vom Foodtruck aus bediente. Alle drei sind angetreten, um auf einer Gesamtfläche von rund 1.800 Quadratmetern im ersten fertiggestellten Gebäude auf der Überseeinsel ein neues Gastroerlebnis zu gestalten. Dafür stehen innen etwa 330 und außen in der Outdoor-Saison rund 450 Sitzplätze zur Verfügung. Die meisten Sitzbereiche sind barrierefrei zugänglich. 

Das Bild zeigt eine lächelnde Person in einer dunklen, gesteppten Jacke: den Geschäftsführer der denkmalstadt GmbH, Johannes Aderholz. Er steht in einem modern eingerichteten Innenraum mit Holz- und Pflanzen­elementen. Hinter ihm sieht man große Fenster, durch die Tageslicht hereinfällt. Die Atmosphäre wirkt freundlich und hell.
denkmalstadt GmbH-Geschäftsführer Johannes Aderholz freut sich schon darauf, die vielfältigen kulinarischen Angebote zu testen. © WFB/Eva-Christina Krause

Wie eine Operation am offenen Herzen

Um im Reislager, Auf der Muggenburg 42, etwas völlig Einzigartiges entstehen zu lassen, sei man von der ursprünglichen Bauplanung abgewichen, sagt Johannes Aderholz, Geschäftsführer der denkmalstadt GmbH*. Sah das erste Konzept eine klassische Markthalle mit vielen kleinen Ständen und Foodtrucks vor, schwenkte man während die Baustelle lief auf eine neue Variante um, die Großküchen, einen großzügigen Frische-Bereich und die Unterbringung einer kompletten Brauerei mit einschloss. Tragwerk, Hausanschlüsse, Wasserversorgung, Stromkapazitäten, Brandschutz - alles musste erneut auf den Prüfstand. „Es war wie eine OP am offenen Herzen”, so Aderholz. „Aber alle haben einen hervorragenden Job gemacht und am Ende hat alles gepasst.”

Beschilderung des Högen Eck in der Reishalle auf der Überseeinsel
Im Högen Eck ist Frische Trumpf. © WFB/Eva-Christina Krause

Alte Elemente in neue Fassade integriert

Johannes Aderholz ist froh darüber, dass der „Fußabdruck des alten Reislagers” erhalten geblieben ist. So wurden alte Ziegel und Fassadenelemente in den Neubau integriert. „Das gibt dem Gebäude seinen ganz eigenen Charme.” Besucherinnen und Besucher, die durch den Haupteingang kommen, betreten das Högen Eck, zu dem ein Lebensmittelgeschäft für biologische und regionale Produkte wie Käse, Fleisch, Backwaren und Fisch sowie eine Kantine gehören. Im Högen Eck und Högens sorgen Carina Schultze und Wilko Worthmann von Montag bis Samstag für frische Zutaten sowie leckere Mittagsmenüs. Ergänzt wird das Angebot durch eine reichhaltige Salatbar und Snacks zum Mitnehmen. 

Das Bild zeigt einen traditionellen, gemauerten Pizzaofen mit rundem Eingang und dem Schriftzug "Zio Manu die Napoli". Der Ofen ist mit bunten Mosaiksteinen verziert und trägt die Farben der italienischen Flagge. Vor dem Ofen liegt eine Steinplatte, der Raum wirkt warm und rustikal.
Schon der Ofen des Restaurants Zio Manu di Napoli ist ein Augenschmaus - und die Pizza daraus erst! © WFB/Eva-Christina Krause

Aus Liebe zum Pizzateig

Das Restaurant Zio Manu di Napoli, dessen Name übersetzt so viel bedeutet wie „Der Onkel aus Neapel”, ist Ende Januar ins Reislager gezogen. Dort wird Inhaber Emanuele Piacevole seine Gäste mit seiner original neapolitanischen Pizza aber auch mit neuen Kreationen verwöhnen. Herzstück des Restaurants ist die gläserne Küche, in welcher der Pizzateig mit viel Zeit und Liebe vorbereitet wird, damit der Boden leicht und fluffig wird. 

Das Bild zeigt große, glänzende Edelstahlkessel in der Brauerei 'Bremer Braumanufaktur'. Rohre und Leitungen verlaufen darüber und daneben. Durch Fenster fällt Tageslicht in den Raum. Die Szene wirkt technisch, sauber und modern.
Blick in die gläserne Erlebnisbrauerei der Bremer Braumanufaktur. © WFB/Eva-Christina Krause

Live den Brauprozess mitverfolgen

Hinter einer Glaswand, die sich für Veranstaltungen öffnen lässt, befindet sich die neue Brauerei, in der vor den Augen der Gäste die beliebten Hopfenfänger Craft Biere gebraut werden - zum Teil mit Hopfen von der Gemüsewerft. An den Wänden hat das Team von MakeItBright den Brauprozess künstlerisch festgehalten. „Wir waren und bleiben eine Erlebnisbrauerei und bieten nach wie vor Führungen, Besichtigungen, Verkostungen und Brauseminare an. Außerdem kümmern wir uns um Caterings und Events in- und außerhalb der Reishalle”, sagt Hannah Kühnhold von der Bremer Braumanufaktur. 

Eine Bierzapfanlage, die in warmem, goldenem Licht erstrahlt. Die Anlage verfügt über sieben Zapfhähne, die gleichmäßig angeordnet sind und glänzend in der Beleuchtung reflektieren. Der Hintergrund des Bildes ist verschwommen, was den Fokus auf die Zapfanlage lenkt und eine gemütliche, einladende Atmosphäre schafft. Das goldene Licht verleiht der Szene eine warme und festliche Stimmung, die an gesellige Zusammenkünfte erinnert.
Frisch gezapft! Im Brauhaus gibt es die Hopfenfänger-Biere direkt aus dem Hahn. © WFB/Eva-Christina Krause

Das Hopfenfänger-Bier fließt im Brauhaus in die Gläser. In rustikalen Separees kann man es sich hier gemütlich machen oder von der Empore aus den Blick über die Weser schweifen lassen. Auf der Karte steht übrigens nicht nur „flüssiges Gold” - im Gasthaus kann auch lecker gespeist werden. Die Vielfalt der Gerichte reicht von hausgebeiztem Lachs in Schwarzbier-Beize über klassische Münchner Weißwürste bis hin zu Susländer Schweinshaxe; auch vegetarische und vegane Speisen gibt es zur Auswahl.

*denkmalstadt GmbH: ehemals Überseeinsel GmbH

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