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Vom Mäuseturm bis Marmorsaal

Diese fünf Orte in der Überseestadt sollten Sie unbedingt besuchen

Zwischen Wendebecken und Holz- und Fabrikenhafen: Wir nehmen Sie mit an unsere Lieblingsplätze in der Bremer Überseestadt

Ein Streifzug durch die Überseestadt gleicht oftmals einer Schatzsuche: Egal wohin man geht, es gibt viel zu sehen in Bremens jüngstem Ortsteil, der sein Gesicht von Woche zu Woche verändert. Bei einem Spaziergang oder einer Fahrradtour vom Wendebecken zum Holz- und Fabrikenhafen warten maritime und kulinarische Schätze darauf, entdeckt zu werden.

Übrigens: Dank des neuen Informations- und Leitsystems werden "Schatzsucher" ganz einfach durch die Überseestadt geleitet.

Junge, komm bald wieder, bald wieder...

  1. Wer quasi mitten in der Stadt (nur knappe sechs Kilometer vom Bremer Dom entfernt) das Gefühl von weiter Seefahrerwelt verspüren möchte, sollte dem Molenturm am Wendebecken einen Besuch abstatten. Der rund 100 Jahre alte Sandsteinturm war Arbeitsplatz des Hafenaufsehers. Von hier aus wies er die Schiffe in den Hafen ein und dirigierte sie zum vorgesehenen Liegeplatz. Bekannt ist der Molenturm in Bremen auch unter dem Namen „Mäuseturm“. So wurde er von den Hafenarbeitern genannt. Vermutlich, weil sich in dem ungeheizten Gemäuer regelmäßig der ein oder andere Nager einfand.
    Nachdem man sich den Wind am Wendebecken so ordentlich um die Nase hat pusten lassen, gelüstet es – je nach Jahreszeit – nach einem „kühlen Blonden“ oder einer Tasse heißem Kaffee.

  2. Ersteres serviert Wirtin Rita im Hafen Casino direkt am Holz- und Farbikenhafen in stilechter, uriger Umgebung – ganz nach Wunsch auch mit einer Portion „Strammen Max“ oder einer „Kapitäns-Schnitte“. Seit Jahren trotzt das Hafen Casino jeder Veränderung im Quartier und wird heiß geliebt vom Trucker genauso wie vom Manager – eine konstante Instanz.

  3. Wem es eher nach einem Heißgetränk gelüstet, der sollte bei Lloyd Caffee vorbeischauen. Bremen ist Kaffeestadt und so darf eine Rösterei auch in der Überseestadt nicht fehlen. Bereits seit 1930 gibt es Lloyd Caffee in Bremen. In dem Café am Fabrikenufer 115 stehen neben frisch aufgebrühten Kaffeespezialitäten sowie Trinkschokoladen und feinen Teesorten auch Kuchen und herzhafte Snacks auf der Karte. Wenn es die Zeit erlaubt, sollten Sie hier unbedingt an einem Kaffeeseminar teilnehmen. Neugierige können hier jeden Dienstag ab 15 Uhr den Weg der grünen Bohne zum duftend aufgebrühten Kaffee hautnah erfahren. Ein Ausflug in den vom Bremer Kaffeekönig und Kunstmäzen Ludwig Roselius gebauten Marmorsaal auf dem ehemaligen Kaffee HAG-Gelände ist inklusive.  Eine Anmeldung ist erforderlich. Nähere Infos und Termine gibt es auf der Website des Lloyd Caffee.

  4. Auch am Europahafen kann man einen Blick in die Kulissen wagen: Die Brennerei Piekfeine Brände bietet Brennereiführungen inklusive Verköstigung an. Chefin Birgitta Schulze van Loon stellt in ihrer Manufaktur Obstbrände, Obst- und Nussgeiste, Liköre, Bitter, Single-Malt-Whisky, Gin und Rum her. Die Geschmacksrichtungen erinnern an die Geschichte Bremens: Es gibt Gin mit Kaffee-Note oder Tee-Aromen. Weitere Infos zu Produkten und Terminen finden Sie bei Piekfeine Brände.

  5. Zum Schluss noch der Beweis: Ja, auch in Norddeutschland gibt es schöne Biergärten. Auf dem ehemaligen Kellogg-Gelände betreibt die Gesellschaft für integrative Beschäftigung (GiB) das Urban-Gardening-Projekt “Gemüsewerft”. Rund 400 Hopfenpflanzen wachsen auf dem ehemaligen Werksparkplatz in die Höhe. In 350 Hochbeeten gedeihen Gemüse, Kräuter und Beeren. Hier kann man frisches Obst und Gemüse kaufen oder es sich in dem charmanten Biergarten gemütlich machen. Es gilt Selbstbedienung: An der roten Bude können sich die Gäste unter anderem Hopfenfänger-Craftbier vom Fass, Wein oder Kaffee holen und ihre Getränke dann auf den Palettenmöbeln mit Blick auf die Weser genießen. Die Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 15 bis 20 Uhr, Feiertage ausgenommen.