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1.1.1970 -

Des Rätsels Lösung - Part IV

Überseestadt

Warum geht es bei den Treppen und Rampen am Europahafen erst hoch und dann runter?

Treppenstufen am Europahafen
Die untere und obere Promenade am Europahafen verbinden Treppen © WFB/Y. Paeßler

Was ist das denn? Und warum ist das so? Beim Bau eines neuen Ortsteils wie der Überseestadt Bremen stößt man immer mal wieder auf Kuriositäten oder (versteckte) Überbleibsel aus vergangenen Zeiten. Es gibt aber auch bauliche Entscheidungen, die sich auf den ersten Blick nicht direkt erschließen – die auf den zweiten aber umso sinnvoller sind. Wir suchen (und finden!) des Rätsels Lösung.

Einst bildete er den Grundstein des glorreichen Aufstiegs von Bremen zum Welthafen, heute ist er mit seiner lebendigen Marina Teil der boomenden Überseestadt: der Europahafen. Wo früher Stückgut verladen wurde, flitzen heute an schönen Tagen kleine, wendige Boote übers Wasser und in den großen Speichern rund um das Hafenbecken sind Büros und Wohnungen, eine vielseitige Gastro-Szene sowie attraktiver Einzelhandel eingezogen.

Treppenstufen am Europahafen
Erst hinauf, dann hinunter – aus Gründen des Hochwasserschutzes © WFB/Yvonne Paeßler

Um die bei Spaziergängern beliebte obere Promenade und die umliegenden Gebäude von der unteren Promenade sowie vom Hafenbecken zu trennen, wurde eine Hochwasserschutzwand errichtet. In regelmäßigen Abständen finden sich entlang dieser Wand Treppen, die die untere mit der oberen Promenade verbinden. So weit, so verständlich. Doch warum sind die Treppen in Dreiecksform jeweils von zwei Seiten begehbar, so dass man erst hinaufgehen muss, um hinunter zur unteren Promenade zu kommen? Grund dafür ist die sogenannte Bestickhöhe der Hochwasserschutzwand, die nach dem Bemessungswasserstand und der Wellenauflaufhöhe berechnet wird und einen zusätzlichen Sicherheitsaufschlag beinhaltet. Im sogenannten Kopfbereich des Europahafens, also bis zum Speicher 1 und noch vor Schuppen 1, entspricht diese Bestickhöhe der Höhe des oberen Kajenkopfes – im Bereich des Schuppens 1 steigt das Gelände dann an, die Höhe der Mauer über Geländeoberkante bleibt jedoch gleich, so dass dort der Kajenkopf die Hochwasserschutz-Linie übersteigt. Bei den Treppen im Bereich des Kajenkopfes stand man deshalb vor der Wahl, eine Öffnung in die Mauer zu schneiden – so hätte die Treppe auf Höhe der oberen Promenade begonnen und ein Hinauf und Hinab wäre nicht nötig gewesen. Allerdings hätte in diesem Fall in der Mauer ein sogenannter Deichschart eingebaut werden müssen, der im Falle einer Sturmflut geschlossen werden kann. Da es aber oft nur kurze Vorwarnzeiten bei Hochwasser gibt, sollen Deichscharte künftig nicht mehr hergestellt werden. Um auf einen Deichschart also verzichten zu können, entschied man sich dafür, die Treppe bis auf die Bestickhöhe zu führen – dabei bildet das obere Podest der Treppe eine Ebene mit dem oberen Kajenkopf. Einziger Nachteil: Die Nutzer der Treppe müssen erst einmal rauf bevor sie wieder runterkommen!


Weitere Informationen zur Überseestadt Bremen, Ansiedlung und Vermarktung erhalten Sie bei Dagmar Nordhausen, Tel. +49 (0)421 9600 252, dagmar.nordhausen@wfb-bremen.de und Jons Abel, Tel. +49 (0)421 9600 613, jons.abel@wfb-bremen.de.


Autorin: Hayat Issa

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