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Näher als gedacht: die Überseestadt

Überseestadt

So nah ist die Überseestadt Bremen

Die Stadtführung durch das Schnoor-Viertel ist vorbei und die Lust auf Sightseeing längst nicht erschöpft? Der Sonntagsspaziergang soll endlich einmal in die Überseestadt führen? Auf der Suche nach einem echt bremischen Geschenk noch nicht fündig geworden? Bremens moderner und am schnellsten wachsender Ortsteil ist immer einen Ausflug oder Abstecher wert. Besucher und Einheimische entdecken hier Interessantes, Überraschendes, Traditionsreiches und vor allem ganz viel Neues. Doch wie kommt man am besten hin? Fest steht: Der Weg ist nicht weit und es gibt verschiedene Möglichkeiten.

Die Überseestadt im Frühling
© WFB / Frank Pusch

Überseestadt ahoi!

Mit einem Schiff über die sanften Wellen der Weser zu gleiten – was kann gerade in den Sommermonaten entspannter und schöner sein? Überseestadt-Besucher können unter dem Motto „Museum ahoi!“ eine Besichtigungstour durch das Hafenmuseum im Speicher XI mit einer anschließenden Schifffahrt kombinieren. Sie informieren sich zunächst im Museum über die Hafengeschichte und den Wandel vom Überseehafen zur Überseestadt, bevor sie am Anleger Feuerwache auf ein Rundfahrtschiff wechseln und den Ortsteil von der Wasserseite aus erkunden.

Die Überseestadt-Anleger Landmarktower und GOP/Steigenberger liegen auf den Routen der beliebten Weser- und Hafenrundfahrten von Hal Över, die an allen Wochentagen angeboten werden. So lässt sich ein Überseestadt-Besuch perfekt mit einem maritimen Erlebnis verknüpfen. Weitere Informationen und Buchungsmöglichkeiten zu den Touren von Hal Över gibt es unter https://www.hal-oever.de.

Ein kleines „Abkürzungswunder“ ist die Hal-Över-Fähre „Pusdorp“. Damit setzen Ausflügler vom Lankenauer Höft in Woltmershausen beziehungsweise von der Waterfront/Pier 2 in wenigen Minuten ans Ufer der Überseestadt über. Das Fahrrad darf selbstverständlich ebenfalls an Bord. Da momentan direkt am bisherigen Anleger Molenturm der Strandpark Waller Sand entsteht, ist der Landmarktower in der Saison 2018 der Haltepunkt für die „Pusdorp“. Dort gibt es zudem eine Haltestelle der Buslinie 20 – mehr dazu im folgenden Abschnitt „Per Bus und Straßenbahn“. Am Fähranleger Lankenauer Höft wiederum gibt es eine Haltestelle der Linie 24, die während der Saison freitags und samstags im 20-Minuten-Takt dorthin fährt.

Die Fährsaison dauert bis zum 3. Oktober. In dieser Zeit fährt das Schiff „Pusdorp“ freitags zwischen 17.30 und 22.30 Uhr einmal pro Stunde, samstags von 10.30 bis 22.30 Uhr sowie sonn- und feiertags zwischen 10.30 und 18.30 Uhr alle halbe Stunde. Alle Termine, Preise und weitere Infos gibt es unter www.weserfähre-bremen.de.

Per pedes

Ein ausgiebiger Spaziergang fernab der üblichen Sonntagnachmittagsrouten wäre jetzt genau das Richtige? Wir empfehlen einen Abstecher in die Überseestadt. Dort ist nicht nur ein Ortsteil im Wandel hautnah zu erleben, es gibt auch selbstverständlich Cafés und Restaurants, in denen leckere und erfrischende Stärkungen warten.

 Sonnenuntergang am Europahafen
© WFB / Jens Lehmkühler

Von der Innenstadt aus sind es rund drei Kilometer bis zum Europahafen. Wer also gern zu Fuß unterwegs ist, schafft das locker und bekommt nebenbei abseits der üblichen Touristenpfade noch etwas mehr von Bremen zu sehen. Je nach Startpunkt und Route dauert das Ganze nur etwas mehr als eine halbe Stunde. Zu Beginn geht es an der Weser entlang: Auf die Schlachte folgt in deren Verlängerung die Weserpromenade unter der Stephanibrücke hindurch. Danach landen die Spaziergänger im geschäftigen Treiben der vorderen Überseestadt: Sie gehen über die Straßen Stephanitorsbollwerk und Lloydstraße zu den Grünanlagen (Hilde-Adolf-Park) an der Straße Am Kaffee-Quartier entlang und laufen geradewegs auf den Europahafen zu – und sind am vorläufigen Ziel. Nur eine Viertelstunde entfernt liegt der unbedingt sehenswerte Speicher XI, in dem sich unter anderem das Hafenmuseum befindet.

Rauf aufs Rad

Bremen ist erwiesenermaßen eine Fahrradstadt und liegt damit europaweit sogar auf Platz drei der Rangliste. In der Wesermetropole wird so viel geradelt wie in keiner anderen deutschen Großstadt mit mehr als 500.000 Einwohnern. Bei dieser Vorliebe für zwei Räder ist auch die Strecke in die Überseestadt in Windeseile geradelt. Ob es dabei der direkte und schnellste Weg sein soll oder es doch etwas mehr Idylle entlang des Weserufers sein darf, bleibt jedem selbst überlassen. Wer sich am Marktplatz in den Sattel schwingt, steigt je nach Route und Geschwindigkeit nach rund drei Kilometern und maximal einer Viertelstunde im Europahafen wieder ab.

Radfahrer am Europahafen
© WFB / Ingo Wagner

Es muss aber nicht unbedingt schnell gehen: Unser Ausflugstipp für Menschen, die die City und die Überseestadt ausgiebig per Fahrrad entdecken möchten ist die Fahrradtour „Weser-Runde“ von BREMEN BIKE IT. (Bei der Weser-Runde geht es mit der Fähre über die Weser. Da momentan direkt am bisherigen Anleger Molenturm der Strandpark Waller Sand entsteht, ist der Landmarktower in der Saison 2018 der Haltepunkt für die Fähre.)

Übrigens haben all diejenigen, die keinen eigenen „Drahtesel“ besitzen – zum Beispiel, weil sie zu Gast in der Stadt sind – viele Möglichkeiten, sich ein Rad zu leihen. Eine davon befindet sich am Martinianleger an der Schlachte.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Die schnellste und bequemste Variante sind die öffentlichen Verkehrsmittel der BSAG. Das ist vor allem für all diejenigen ideal, die es etwas eiliger haben.

Straßenbahn in der Überseestadt
© WFB/Frank Pusch

Wer zum Beispiel ein besonderes Geschenk mit Bremen-Bezug oder maritimer Note sucht, wird in der Überseestadt sicher fündig. Die Tram-Linie 3 hält an allen wichtigen Innenstadthaltestellen inklusive Obernstraße und am zentralen Knotenpunkt Domsheide. Von dort aus gelangen Fahrgäste innerhalb von maximal acht Minuten zur Haltestelle Europahafen. Die Strecke führt über einen weiteren wichtigen Stopp der BSAG-Linien: Wer Am Brill einsteigt (zum Beispiel nach einem Besuch an der Schlachte), gelangt in nur fünf Minuten ans Ziel und kann dafür sogar das Kurzstreckenticket nutzen. Während die Straßenbahnlinie 3 die Innenstadt mit der Überseestadt verbindet, ist die Buslinie 20 das direkte Verkehrsmittel vom Hauptbahnhof, allerdings nicht ganz so häufig unterwegs.

Angesichts dieser Anreisemöglichkeiten in die Überseestadt fällt die Entscheidung schwer. Doch was spricht eigentlich dagegen, jede Variante einmal auszuprobieren? Wir hatten es bereits erwähnt: Die Überseestadt ist immer einen Besuch wert.


Weitere Informationen zur Überseestadt Bremen, Ansiedlung und Vermarktung erhalten Sie bei Dagmar Nordhausen, Tel. +49 (0)421 9600 252, dagmar.nordhausen@wfb-bremen.de und Jons Abel, Tel. +49 (0)421 9600 613, jons.abel@wfb-bremen.de.


Autorin: Kerstin Radtke

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