Jean-Monnet-Straße fertiggestellt
StadtentwicklungNeue Bäume und Stauden entlang der Straße und Fußgängerzone verbinden Aufenthaltsqualität mit Klimaschutz
Die Bauarbeiten in der Jean-Monnet-Straße in der Überseestadt sind abgeschlossen. Nach dem Endausbau im Frühjahr wurde im Herbst 2025 auch die Bepflanzung der Versickerungsflächen umgesetzt – mit robusten Bäumen und Stauden nach dem Prinzip der Schwammstadt.
Im November 2025 fanden abseits der Vegetationsperiode die abschließenden Pflanzarbeiten entlang der Jean-Monnet-Straße in der Überseestadt statt. Das Unternehmen Rengstorf Garten- und Landschaftsbau aus Dörverden benötigte nur drei Tage für die Bepflanzung der Versickerungsbeete. Auf einer Fläche von insgesamt rund 300 Quadratmetern kamen 16 Bäume – sieben Birnbäume und neun Linden sowie knapp 1.500 Stauden, darunter Storchschnabel und verschiedene Gräser, in die Erde. „Alle Pflanzen sind robust und speziell für Standorte in Küstennähe geeignet”, sagt Bauleiter Markus Stapel. Sie sollen langfristig zu einem stabilen und widerstandsfähigen Stadtgrün beitragen.
Neuer Straßenraum zwischen Europaquartier und Winterhafen
Der Planungsbereich der Jean-Monnet-Straße liegt südlich der Konsul-Smidt-Straße – zwischen dem neuen Europaquartier (ehemals Schuppen 3) und der Straße „Am Winterhafen“. Im Norden mündet sie in die Konsul-Smidt-Straße, im Süden auf die Buffkaje. Östlich zweigt die Straße „Hinter der Kranbahn“ ab. Zwischen Mitte April bis Mitte Juni 2025 erhielt die Straße ihr finales Profil: Der nördliche Abschnitt wurde bis zur querenden Straße „Hinter der Kranbahn“ in Asphaltbauweise hergestellt. Der südliche Bereich zwischen „Hinter der Kranbahn“ und der Buffkaje wurde als gepflasterte Fußgängerzone ausgebaut.
Regenspeicherung direkt vor Ort
Mit der neuen Begrünung wurde nun auch das Entwässerungskonzept umgesetzt. Projektleiter Hanno Fritsch von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH beschreibt, wie das Schwammstadt-Modell in der Jean-Monnet-Straße funktioniert: „Im nördlichen asphaltierten Bereich der Straße wurde die Entwässerung des Niederschlagswassers in der ersten Bauphase vor circa 15 Jahren wie herkömmlich angelegt. Das von den Asphaltflächen und den Nebenanlagen der Straße abfließende Oberflächenwasser wird in beidseitig der Fahrbahn angeordneten Rinnen gesammelt und über Straßenabläufe dem Niederschlagswasserkanal zugeführt. Die Dachflächenentwässerungen der angrenzenden privaten Gebäude werden ebenfalls direkt in den Kanal eingeleitet. In der südlich angrenzenden Fußgängerzone wird das Regenwasser dann in beidseitig neben der befestigten Pflasterfläche als Flächenversickerung angelegte Pflanzbeete geleitet. Das anfallende Wasser kann dort in den neu und großzügig angelegten Staudenflächen gespeichert und versickert werden. Somit kann dieses Wasser zur Versorgung der gepflanzten Stauden und Bäume genutzt werden und entlastet somit ebenfalls das Kanalnetz im Hinblick auf zukünftige Starkregenereignisse. Ein weiterer positiver Effekt besteht darin, dass der Wasserbedarf für die zukünftigen Pflegearbeiten der Stauden und Bäume dadurch voraussichtlich etwas reduziert wird. “
Versickerung nach dem Prinzip der Schwammstadt
Eine „Schwammstadt“ ist ein urbanes Konzept, um Städte widerstandsfähiger gegenüber extremen Wetterereignissen wie Hitze, Trockenheit, Starkregen und Überschwemmungen zu machen. Die Idee dabei ist, dass die Stadt in Zeiten des Überschusses das Regenwasser wie ein Schwamm speichern soll, um es in Hitzeperioden wieder abzugeben. Durch Verdunstung über den Boden und die Vegetation kann damit Kühle entstehen. Niederschlagswasser wird durch die Reduzierung versiegelter Flächen und eine Erhöhung des Grünanteils aufgenommen und gespeichert. Niederschlagsabflüsse werden so verringert und verzögert. (Quelle der Definition: Bremer Umwelt Beratung).
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