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Überseetörn 2013 in der Überseestadt - Quelle: WFB / Ingo Wagner

Unter Strom – Die Geschichte der Elektromobilität auf zwei, drei und vier Rädern

Format:

Datum/Uhrzeit: August 2020 bis Ende Januar 2021

Standort der Veranstaltung: Schuppen Eins

Neue Sonderschau zu 130 Jahren Elektromobilität / Verschiedene Antriebskonzepte ringen Ende des 19. Jahrhunderts um die Vorherrschaft / Ausstellung fast unbekannter E-Fahrzeuge / Geschichte und Technikentwicklung

Das Thema ist brandaktuell – und doch eines der ältesten in der Automobilgeschichte. Schon lange vor dem Ende des 19. Jahrhunderts wurden
funktionstüchtige Fahrzeuge mit Elektromotor entwickelt und eingesetzt. Nach vielenJahrzehnten „Pause“ kommt dieser Antriebsart nun eine stetig wachsende Bedeutung zu.

Elektrofahrzeuge werden zukünftig einen festen Platz in der Massenmotorisierung einnehmen.
Der E-Antrieb ist älter als der herkömmliche Otto-Motor, der bis heute den Großteil unserer Autos antreibt. Viele Erfinder arbeiteten im 19. Jahrhundert an der Elektrizität und verschiedenen, sich daraus ergebenden Einsatzmöglichkeiten. Diese Neuerungen waren für die
seinerzeitige Gesellschaft so einschneidend und rasant wie heute die Digitalisierung.

Der Schuppen Eins, das Zentrum für Automobilkultur und Mobilität in der Bremer Überseestadt, zeigt die Entwicklung der Elektromobilität in einer Sonderschau. Diese beinhaltet außergewöhnliche, teils nahezu unbekannte stromgetriebene Fahrzeuge auf zwei, drei und vier Rädern vom Pedelec bis zum Pkw und schlägt einen Bogen von den Anfängen bis heute.

Die Ausstellung führt ihre Besucher in die Zeit der Pioniere, in der Autofahren ein großes Abenteuer war. In eine Ära, in der viele Hersteller zahlreiche verschiedene Antriebe anboten, vom Benzinmotor über Dampfwagen bis zu Elektrofahrzeugen. Alle in Konkurrenz zueinander
sowie nach wie vor zum bewährten Pferdefuhrwerk. Alle wiesen Vor- und Nachteile auf.

Während sich der Elektroantrieb in den Städten der Belle Époque bewährte, erschlossen Verbrennungsmotoren die Weiten des ländlichen Raumes.

Die Geburtsstunde des ältesten ausgestellten Fahrzeuges liegt bereits über 100 Jahre zurück. Zu dieser Zeit erlangt der elektrische Starter seine Serienreife und befördert damit den E-Motor indirekt ins Aus. Viele Verbrennungsmotoren ließen sich nun auf Knopfdruck starten und
mussten nicht mehr umständlich mit der Kurbel angelassen werden. Tankstellennetze baute man in rasantem Tempo aus. Beinahe hätte der Elektromotor die Nase vorn gehabt und die Antriebe dominiert. Doch nun kam es anders. Ein Detroit Electric aus dem Jahr 1912
repräsentiert den vorerst letzten alltagstauglichen, mit Strom betriebenen Personenwagen der automobilen Frühzeit.

Schautafeln informieren über die Geschichte der Elektromobilität und zeigen populäre und weniger erfolgreiche Elektroautos. Die Ausstellung gibt neben den Anfängen der E-Mobilität Einblicke in die Entwicklung des E-Antriebes sowie in Akkus und Ladetechnik und erklärt, was „Seltene Erden“ sind. Und schließlich vergleicht sie die unterschiedlichen politischen Rahmenbedingungen für den E-Ausbau in Europa. Die Schau setzt sich zusammen aus Exponaten des Bremer Oldtimerzentrums sowie aus freundlichen Leihgaben des Schuppen Eins-Partnerhauses, der automobilen Erlebnisausstellung PS.SPEICHER Einbeck, das diese Ausstellung konzipiert hat.

Der PS.SPEICHER verfügt über die größte zugängliche Oldtimersammlung Europas. Grundlage bildet die Sammlung historischer
Fahrzeuge aus dem Besitz des Kaufmanns Karl-Heinz Rehkopf, die er der gemeinnützigen Kulturstiftung Kornhaus schenkte und damit der Allgemeinheit öffentlich zugänglich machte (www.ps-speicher.de, www.facebook.com/ps.speicher).

Die Schau läuft bis mindestens Ende Januar 2021, ist zu den regulären Öffnungszeiten des
Schuppen Eins zugänglich und im Foyer des ehemaligen Hafenschuppens zu finden. Der Eintritt
ist wie die übrige Oldtimerschau auch frei.


Unter Strom – Die Geschichte der Elektromobilität auf zwei, drei und vier Rädern
Im Foyer Schuppen Eins – Zentrum für Automobilkultur und Mobilität
Konsul-Smidt-Straße 20-26, 28217 Bremen
Eintritt frei
Öffnungszeiten Mo-Fr 8-19 Uhr, Sa-So 10-19 Uhr