19.3.2026 - Insa Lohmann

Hilde & Franz: Zwei neue Parks für die Überseestadt

Stadtentwicklung

Startschuss soll noch in diesem Sommer fallen

Es tut sich einiges im Bremer Westen: Gleich mehrere Grün- und Spielflächen sollen erneuert werden und so für mehr Aufenthaltsqualität sorgen. Eines dieser Projekte trägt den Namen „Hilde & Franz“ und sorgt für zwei neue Parkanlagen in der Überseestadt.

Hilde-Adolf-Park
Noch in diesem Sommer soll der Startschuss für den Umbau des Hilde-Adolf-Parks mit einer Fläche von rund 17.000 Quadratmetern zwischen Europahafen-Kopf und Kaffeequartier fallen. © WFB / Rolf Pientka

So soll noch in diesem Sommer der Startschuss für den Umbau des Hilde-Adolf-Parks mit einer Fläche von rund 17.000 Quadratmetern zwischen Europahafen-Kopf und Kaffeequartier sowie für das ca. 8.000 Quadratmeter große Franz-Pieper-Karree am Haupteingang zum Großmarkt fallen.

"Es soll deutlich grüner werden"

Die Gesamtkosten für die Umgestaltung belaufen sich auf rund 2,4 Millionen Euro für das Franz-Pieper-Karree und etwa 4,6 Millionen Euro für den Hilde-Adolf-Park. Die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) begleitet die Projekte. Wie wird es dort künftig aussehen? „Es soll dort deutlich grüner werden mit vielfältigen Baum- und Strauchbepflanzungen“, sagt Dr. Friederike Brammer, Projektleiterin bei der WFB. „Außerdem wird es in beiden Parks Spielflächen für die ganz kleinen und größeren Kinder geben.“ Die Bewohner:innen in der Überseestadt dürfen sich zudem über viele Sitzgelegenheiten in den Parks freuen.

Abbildung des Lageplans Hilde-Adolf-Park
Highlight im neu geplanten Hilde-Adolf-Park sind vier sogenannte Tiny Forest, „Miniwälder“ mit ersten Baumbepflanzungen. © WFB/HenningLarsenHamburg

Miniwälder, Seilbahn und viel Aufenthaltsqualität

Highlight im neu geplanten Hilde-Adolf-Park sind vier sogenannte Tiny Forest, also „Miniwälder“ mit ersten Baumbepflanzungen. Im Franz-Pieper-Karree wird es viel Platz zum Spielen und Bewegen geben: „Neben einem Kleinkindspielbereich werden auf je einem der zwei Hügel eine Riesenrutsche und eine Seilbahn installiert“, verrät Brammer. Bis Ende 2027 sollen die Umbauarbeiten in der Überseestadt abgeschlossen sein. Ziel der Umgestaltung sei es, die beiden Parks so weiterzuentwickeln, dass mehr Menschen Lust bekommen, sich dort aufzuhalten – ob in der Mittagspause, nach Feierabend oder am Wochenende. Die Umgestaltung soll sowohl Kinder, Jugendliche, Anwohner:innen als auch Beschäftigte ansprechen. „Mit der zunehmenden Wohnbebauung ist der Bedarf an Spiel-, Sport- und Erholungsflächen gestiegen“, erläutert Projektleiterin Friederike Brammer. „Bei der Umgestaltung sollen außerdem Klimaaspekte und eine bessere Erreichbarkeit der beiden Areale für Fußgänger:innen sowie Radfahrende berücksichtigt werden.“

Abbildung des Lageplans Franz-Pieper-Karree
Im Franz-Pieper-Karree wird es viel Platz zum Spielen und Bewegen geben: Neben einem Kleinkindspielbereich sollen auf je einem der zwei Hügel eine Riesenrutsche und eine Seilbahn installiert werden. © WFB/WES LandschaftsArchitektur Hamburg

Viele Ideen eingeflossen

Zu Beginn der geplanten Neugestaltung der beiden Grünflächen hatte die WFB zu einem Beteiligungsverfahren mit Diskussionsveranstaltungen und Workshops eingeladen. An guten Ideen mangelte es nicht: Zahlreiche Bremerinnen und Bremer haben ihre Ideen zur Neugestaltung von Hilde & Franz über ein digitales Partizipationssystem eingebracht. Die Umgestaltung der Parkanlagen wird kofinanziert von der Europäischen Union.

Über Hilde & Franz

Hilde steht für den Hilde-Adolf-Park. Dieser 500 Meter lange Grünstreifen stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen der Schlachte und dem Europahafen dar und wurde nach der 2002 verstorbenen Bremer Senatorin Hilde Adolf benannt.

Franz markiert das Franz-Pieper-Karree. Eine Grünfläche auf dem ehemaligen Überseehafen, benannt nach Franz Pieper, einem Hafenarbeiter, der 1939 den Fahneneid aus Gewissensgründen ablehnte und 1940 durch die Nationalsozialisten hingerichtet wurde.

 

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