Deputation gibt grünes Licht: Schuppen 3 wird verkauft

Baubeginn voraussichtlich Ende 2017

Modellansicht von Schuppen 3
Modellansicht von Schuppen 3 © WFB/Frank Thomas Koch

Die städtische Deputation für Wirtschaft, Arbeit und Häfen hat in ihrer Sitzung am 1. Juni 2016 den Weg zum Umbau des Schuppen 3 in der Überseestadt Bremen geebnet und dem Verkauf des rund 400 Meter langen Gebäudes zugestimmt. Der Kaufvertrag wird nun von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH vorbereitet und soll – vorbehaltlich der Zustimmung des Haushalts- und Finanzausschusses, der am 10. Juni tagt – im Juli unterzeichnet werden. Käuferin des Objekts ist die Überseestadt Schuppen 3 Grundbesitz GmbH.

„Mit der heutigen Entscheidung der Deputation bringen wir ein städtebauliches Großprojekt ins Laufen, das viel Raum zum Wohnen und Arbeiten schafft und ein Gewinn für die Überseestadtentwicklung sein wird“, ist sich Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen, sicher.

Die Bauarbeiten sollen im vierten Quartal 2017 beginnen. Bis dahin werden unter anderem der Bebauungsplan für das Areal angepasst und 4 Architekturwettbewerbe durchgeführt.

450 Wohnungen für vielfältige Zielgruppe

Investor Ingo Damaschke, Geschäftsführer der Überseestadt Schuppen 3 Grundbesitz GmbH, hat in enger Abstimmung mit dem Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen sowie dem Senator für Umwelt, Bau und Verkehr und der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH ein umfassendes Konzept für die Umgestaltung des Schuppen 3 entworfen. Unterstützt wird Ingo Damaschke vom Bremer Architekten Professor Manfred Schomers und Vermarktungspartner Jens Lütjen, Geschäftsführender Gesellschafter der Robert C. Spies GmbH.

Das Kaufgrundstück umfasst insgesamt rund 36.600 Quadratmeter. Der Schuppen 3 – etwa 400 Meter lang und knapp 59 Meter breit – bleibt auf gut 100 Metern erhalten. Die frei werdenden Flächen werden für Wohnbebauung genutzt. Insgesamt entstehen 450 Wohneinheiten, von denen bis zu 150 öffentlich gefördert sind. Damit übererfüllt Investor Damaschke die geforderte Quote für den sozialen Wohnungsbau von 25 Prozent.

Im rechten Winkel zum Europahafen entstehen acht Wohngebäude mit je fünf bis sechs Stockwerken, die in leichtem Versatz angeordnet sind. So ist fast von jeder Wohnung aus der Blick auf das Wasser möglich. Auch entlang der Konsul-Smidt-Straße ist eine Wohnbebauung vorgesehen. Zum Schuppen 1 hin wird ein sogenannter Hochpunkt gesetzt: ein 13-geschossiges Gebäude, in dem sowohl Wohnen als auch Gewerbe möglich ist. In das Erdgeschoss sollen Dienstleistungen, Einzelhandel und Gastronomie einziehen. Der verbleibende Teil des Schuppens wird umgestaltet, ohne seinen Charakter als Hafenschuppen zu verlieren . Hier werden zukünftig gewerbliche Nutzungen, Unternehmen der Kreativwirtschaft und gastronomische Nutzungen untergebracht. . Durch die gewerblichen Nutzer werden insgesamt bis zu 600 Arbeitsplätze entstehen.

Die Miet- und Eigentumswohnungen sind unterschiedlich groß, von der Ein- bis zur Fünfzimmerwohnung. Dadurch ist Wohnen in den neuen Gebäuden für vielfältige Zielgruppen möglich: Singles, Alleinerziehende, Paare, Familien. Eine Kindertagesstätte ist ebenfalls in Planung.