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Des Rätsels Lösung



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Das Vielschienengleis am Europahafen in der Überseestadt


Was ist das denn? Und warum ist das so? – Beim Bau eines neuen Ortsteils wie der Überseestadt Bremen stößt man immer mal wieder auf Kuriositäten oder (versteckte) Überbleibsel aus vergangenen Zeiten. Es gibt aber auch bauliche Entscheidungen, die sich auf den ersten Blick nicht direkt erschließen – die auf den zweiten aber umso sinnvoller sind. Wir suchen (und finden!) des Rätsels Lösung.


Es ist nicht besonders lang. Und sonderlich spektakulär kommt es zunächst auch nicht daher. Viele übersehen es einfach und fahren achtlos darüber hinweg. Dennoch ist es da – aus gutem Grund. Zur Erinnerung nämlich. Die Rede ist vom Vielschienengleis am Europahafenkopf.


Vielschienen-was?

Ein Vielschienengleis ist – wie der Name schon sagt – ein Gleisbett mit vielen Schienen. Und am Europahafen liegt es aus gutem Grund. Zwar kommt es heute nicht mehr zum Einsatz, zeugt aber von der bewegten Geschichte des Hafenbeckens – und genau deshalb wurde auch ein kurzes Stück des Gleisbettes bei den Umbauarbeiten am Hafenkopf erhalten.

Von der Kaje des Europahafens aus wurden Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts Schienenfahrzeuge in alle Welt verschifft. In jedem Land gab es aber andere Spurweiten für die Schienenfahrzeuge und keine allgemeingültige weltweite Norm. Damit die Fahrzeuge aber dennoch problemlos im Bremer Europahafen verladen und „auf Spur“ gebracht werden konnten, lagen im Kajenbereich mehrere Schienen nebeneinander. So konnten neben der Normalspur – wie sie im westeuropäischen Eisenbahnnetz verwendet wurde – fünf weitere Spurweiten bedient werden. 


Ein Teil des Vielschienengleises, das ursprünglich entlang eines Großteils des Europahafenbeckens verlief, wurde bewusst beim Umbau des Areals zur Erinnerung an vergangene (Hafen-)Zeiten erhalten. 


Weitere Informationen zur Überseestadt Bremen, Ansiedlung und Vermarktung erhalten Sie bei Dagmar Nordhausen, Tel. +49 (0)421 9600 252, dagmar.nordhausen@wfb-bremen.de und Jons Abel, Tel. +49 (0)421 9600 613, jons.abel@wfb-bremen.de